
Die KTV Obere Lahn hat das Duell gegen die KTV Straubenhardt mit 33:45 Scorepunkten verloren31. März 2014 Straubenhardt. Der Kölner ist unzufrieden: „Es war klar, dass es hier schwer wird“, sagt Hambüchen, den aber vor allem „suspekte Wertungen am Sprung“ ärgern. Dort machten drei Straubenhardter einen Salto in die tiefe Hocke und berührten teilweise mit dem Po den Boden. „Das ist dann ein Sturz, dafür gibt es weniger Punkte“, erklärt Hambüchen. Tatsächlich hatten die Fehler aber kaum Auswirkungen auf die Bewertung der Ausführung durch das Kampfgericht. Das empfindet auch Andrey Likhovitskiy als „verwunderlich“. Es sei klar gewesen, dass es ein enger Wettkampf werden würde und Obere Lahn auch auf Fehler von Straubehardt habe hoffen müssen. „Die haben sie gemacht, wurden dafür aber nicht bestraft“, bemerkt Likhovitkiy, der achselzuckend ergänzt: „Das kommt im Sport eben vor!“ „Ein heißer Kampf bis zum Schluss!“25. März 2014 Biedenkopf. Am Barren wendet sich das Blatt. Bisher hatten die Biedenkopfer zurückgelegen, nur am Pferd ein Unentschieden erreicht, aber insgesamt den Anschluss gehalten und den starken Gegener nach Boden, Pferd, Ringen und Sprung nicht zu weit entkommen lassen. Obere Lahn liegt nach vier Geräten mit nur sechs Scorepunkten im Rückstand – 21:27. Dann kommt Andrey Likhovitskiy. Er legt an den Holmen eine herausragende Übung vor, die Saar mit einem leichten Gegner, Luca Ehrmantraut, konntert. Likhovitskiy holt fünf Scorepunkte und verringert den Abstand auf die Gäste. Als Fabian Lotz an das Gerät tritt, signalisiert KTV-Trainer Albert Wiemers mit der Hand auf der Brust, wie sehr sein Herz vor Anspannung rast. Er verschränkt die Arme hinter den Kopf und beobachtet: Lotz kommt gut durch, bringt die Übung in den sicheren Stand. Bundesligasaison 2014 – Am Samstag geht es los…20. März 2014 Biedenkopf. Am Samstag beginnt die Saison. Die Kunstturnvereinigung Obere Lahn startet mit einem Heimwettkampf gegen die Turngemeinde Saar in die neue Runde. Das Duell mit dem Deutschen Meister von 2012 wird eine erste Standortbestimmung. „Wir sind kein Abstiegskandidat, werden aber wahrscheinlich auch nicht um die Meisterschaft turnen“, schätzt Philipp Wiemers, frischgebackener KTV-Vorsitzender. Er findet: das kleine Finale wäre super, der fünfte Platz gut, ab dem sechsten hätte sich der Verein unter Wert verkauft. Trotz des großen Erfolges im letzten Jahr, ist die Biedenkopfer Turnfamilie auf dem Boden geblieben. Der eigene Anspruch sei nicht, jeden Wettkampf zu gewinnen, sondern stets das Beste zu geben. „Und wenn es dann nicht reicht, gehen wir eben als strahlende Verlierer aus der Halle“, betont Wiemers und erinnert an das Finale in Karlsruhe, wo Mannschaft und Fans die Silbermedaille wie den Sieg gefeiert hatten. Die Stimmung im Team ist hervorragend, spürbar familiär und freundschaftlich – ebenso das Verhältnis zwischen der Mannschaft und ihren Anhängern. Kein anderer Verein der Bundesliga übt eine ähnliche Anziehungskraft auf die Menschen aus: 1500 Zuschauer besuchen die Wettkämpfe, bei denen beinahe 100 ehrenamtliche Helfer für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Vollauf begeistert versicherte selbst Fabian Hambüchen im letzten Jahr: „Nach dem ersten Wettkampf war für mich klar, dass ich das Team nie wieder wechseln werde!“ Und auch Jasper Vennemann, der seine Karriere eigentlich schon 2012 beenden wollte, genießt weiterhin jede Minute: „Es macht mir einfach zu viel Spaß“, betonte der Hamburger. |