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31. März 2014
Die KTV Obere Lahn hat das Duell gegen die KTV Straubenhardt mit 33:45 Scorepunkten verloren

Straubenhardt Obere Lahnvon Benedikt Bernshausen

Straubenhardt. Der Kölner ist unzufrieden: „Es war klar, dass es hier schwer wird“, sagt Hambüchen, den aber vor allem „suspekte Wertungen am Sprung“ ärgern. Dort machten drei Straubenhardter einen Salto in die tiefe Hocke und berührten teilweise mit dem Po den Boden. „Das ist dann ein Sturz, dafür gibt es weniger Punkte“, erklärt Hambüchen. Tatsächlich hatten die Fehler aber kaum Auswirkungen auf die Bewertung der Ausführung durch das Kampfgericht. Das empfindet auch Andrey Likhovitskiy als „verwunderlich“. Es sei klar gewesen, dass es ein enger Wettkampf werden würde und Obere Lahn auch auf Fehler von Straubehardt habe hoffen müssen. „Die haben sie gemacht, wurden dafür aber nicht bestraft“, bemerkt Likhovitkiy, der achselzuckend ergänzt: „Das kommt im Sport eben vor!“

Beide Mannschaft sind mit einem Sieg in die Saison gestartet. Biedenkopf gewann gegen Saar, Straubenhardt schlug Wetzgau. Für die Badener, die die Meisterschaft gewinnen wollen, ist der zweite Sieg Pflicht. Die Biedenkopfer sind ein Gegner auf Augenhöhe, wollen dem Gastgeber Paroli bieten. Noch im Bus formuliert Trainer Albert Wiemers die Devise: „Wichtig ist, dass wir sauber und sicher turnen!“ Doch am ersten Gerät passieren Fehler: Jungster Felix Weber, der sein Debut in einem bedeutenden Wettkampf gibt, verliert fünf Punkte gegen Nationalturner Thomas Taranu. Danach landet Andreas Bretschneider zwar auf den Hosenboden und greift zum Abschluss der Übung in die Matte. Doch auch Fabian Lotz setzt sich hin und verstolpert den Abgang. Die ersten Zähler verbucht Hambüchen, der bei seiner neuem Übung zwar einmal auf dem Rücken landet, doch gegen Lukas Dauser, der allein zweimal aus dem Karo sprang, drei Punkte einsammelt. Eine starke Leistung (14,4) zeigt Yevgen Yudenkov. Jedoch kann Straubenhardts Dimitry Stolyarov (14,8) die Übung von Biedenkopfs Bestem am Boden noch toppen. Mit sechs Punkten Rückstand startet Obere Lahn an Straubenhardts „Problemgerät“, dem Seitpferd, wo zunächst Lotz gegen den Weltklasse-Usbeken Anton Fokin ohne Chance ist, dann aber Hambüchen einen „Fünfer“ im Duell mit Taranu einstreicht. Ebenso Likhovitskiy: Mit der Bestmarke von 15,25 Punkten überragt der Weißrusse seinen Kontrahenten Brian Gladow und sorgt für den zwischenzeitlichen Ausgleich – 13:13. Doch Bretschneider bringt Straubenhardt mit seinem 3:0-Erfolg gegen Sebastian Quensell wieder in Führung. Ausgeglichen ist der Wettkampf an den Ringen, wo Yudenkov Fokin und Hambüchen Dauser schlägt. Allerdings ärgert sich Waldemar Schiller über Wackler und einen Absteiger: Fünf Punkte verliert er an Ringespezialist Taranu. Zur Pause liegt Obere Lahn nur mit 19:24 in Rückstand. Noch einmal schwört sich die Mannschaft ein, denn in der Vorwoche konnten die Biedenkopfer das Blatt in der zweiten Halbzeit noch wenden. Doch diesmal verlieren die Gäste am Sprung den Anschluss. Beispielhaft ist das Duell zwischen Taranu und Hambüchen. Beide turnen eine Übung mit idemtischem Ausgangswert: 5,6. Die bessere Ausführung zeigte Hambüchen, er bekam als einziger von Obere Lahn auch Punkte – aber nur zwei. Dabei war der Straubenhardter allein bei der Landung tief in die Hocke gesunken, hatte mit dem Po kurz den Boden berührt, doch in der Bewertung der Ausführung schlug sich der Fauxpas nicht merklich nieder. Zwar hatte Albert Wiemers schon im Vorfeld die Stärke der Gegener am Sprungtisch hervorgehoben. Das Ergebnis von 9:2 Score- und die Differenz von rund 2,5 Wettkampfpunkten fiel aber zu hoch aus. „Ärgerlich! Danach waren wir ziemlich abgeschlagen“, betonte Hambüchen. Trotzdem gaben beide Riegen auch weiterhin Vollgas: An den Holmen hielt Hambüchen Dauser in Schach und Jakob Paulicks parierte mit einer lupenreinen Übung die von Taranu. Und während Likhovitkiy Bretschneider zwei Punkte abluchste, verlor Lotz vier Zähler an Fokin, dem Olympia-Dritten von 2008. Und wie schon beim Duell beider Vereine in der Straubenhardthalle vor zwei Jahren, gewannen die Biedenkopfer die Königsdisziplin. Am Reck zauberten die „Titanen“ um Lotz, Likhovitkiy und Hambüchen, der gar mit der Tageshöchstschwierigkeit von 7,1 glänzte. Für eine Schrecksekunde sorgte der Absturz von Thore Gauch, der seine Übung unter dem Beifall des Publikums aber fortsetze. Trotz der Niederlage stellte Hambüchen fest: „Es war ein starker Wettkampf! Und hätten wir ohne Fehler geturnt, wäre es auch enger geworden.“ Für einen Moment trauerte Albert Wiemers den verlorenen Punkten am Boden nach. „Da haben wir uns nämlich selbst im Weg gestanden“, resümierte der Trainer, der danach sofort in die Zukunft blickte: „Es wird noch viele interessante Paarungen geben: Welche, die wir gewinnen und welche, die wir verlieren können. Der Zug ist noch nicht abgefahren!“ Ungleich optimistischer ist Straubenhardts Teamleiter Dirk Walterspacher. Zwei von vier Konkurrenten um die Meisterschaft habe sein Team schon besiegt. Er findet: „Sicher, noch kann viel passieren, aber ich denke, wir sind der Favorit!“

 

Ergebnis: Straubenhardt – Obere Lahn 45:33; Gerätepunkte 8:4; Wettkampfpunkte 341,0:336,3. Boden 9:3: Taranu – Weber 5:0, Bretschneider – Lotz 2:0, Dauser – Hambüchen 0:3, Stolyarov – Yudenkov 2:0. Pferd 7:10: Fokin – Lotz 4:0, Taranu – Hambüchen 0:5, Gladow – Likhovitskiy 0:5, Bretschneider – Quensell 3:0. Ringe 8:6: Fokin – Yudenkov 0:2, Taranu – Schiller 5:0, Dauser – Hambüchen 0:4, Bretschneider – Lotz 3:0. Sprung 9:2: Bretschneider – Paulicks 3:0, Dauser – Yudenkov 1:0, Turanu – Hambüchen 0:2, Stolyarov – Vennemann 5:0. Barren 4:2: Dauser – Hambüchen 0:0, Bretschneider – Likhovitskiy 0:2, Fokin – Lotz 4:0, Taranu – Paulicks 0:0. Reck 8:10: Stolyarov – Likhovitskiy 0:5, Gladow – Lotz 0:3, Klimenko – Hambüchen 0:5, Bretschneider – Gauch 5:0. Topscorer: Fabian Hambüchen 18, Andreas Bretschneider 16, Andrey Likhovitskiy 12.

 

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