
Finale in Biedenkopf9. November 2022 Heiß sind die Jungs in Biedenkopf auf den kommenden Samstag – das steht außer Frage. „Wenn uns vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir am letzten Wettkampftag um Platz zwei bis vier mitturnen dürfen, dann hätten wir das vermutlich selbst nicht geglaubt. Jetzt ist es so gekommen und es wird ein geiler Wettkampf vor unseren Fans. Wir können uns nur belohnen.“, freut sich KTV-Vorsitzender Philipp Wiemers jetzt schon über die noch laufende Saison. Sportlich sind die Gäste aus Grünstadt favorisiert. In den vergangenen Wettkämpfen überzeugten sie mit besseren Ausgangswerten und guter Ausführung. Außerdem haben sie neben den bereits eingesetzten Athleten ein weiteres Ass im Ärmel. Der Italiener Mario Macchiati hat eine starke Weltmeisterschaft an Pferd und Reck geturnt und ist mit dem Team vierter geworden. Außerdem haben sich die Pfälzer mit Mike Hindermann in dieser Saison außerordentlich verstärkt. Auf Seiten der KTV erwartet man voller Vorfreude Artur Davtyan als frisch gebackenen Weltmeister am Sprung zurück in Biedenkopf. Die Zuschauer dürfen sich also auf ein paar Leckerbissen freuen. Die Youngster der KTV überzeugten zuletzt beim Deutschlandpokal. Marcel Graf gewann im Einzel und im Team. Justus Sporleder errang starke 70 Punkte, erreichte insgesamt Platz 9 in der Einzelwertung und ist bester Athlet seines Jahrgangs beim diesjährigen Ländervergleich. Lukas Lippert, der gemeinsam mit Justus im hessischen Team Platz vier belegte, zeigte einen guten Durchgang mit nur einem Patzer am Reck. „Die Jungs haben in Cottbus am vergangen Samstag in 18 Einsätzen nur einen Crash hingelegt. Das ist stark, vor allem nach der langen Saison. Die U-18 Crew hat bei uns in der Liga zuletzt bis zu 14 der insgesamt 24 Einsätze zu absolvieren gehabt. Sie sind unsere fleißigsten Turner in dieser Saison. Ich hoffe die Körner reichen auch für den letzten Wettkampf. An der Motivation liegt es in jedem Fall nicht.“, weiß Maik Wehn, der sicher ist, dass das Publikum in Biedenkopf zusätzlich beflügelt. Zwei, die das bestens wissen, laufen am Samstag allerdings für die Gäste aus Grünstadt auf. Thore und Lasse Gauch sind seit dem Meistertitel mit der KTV für die Grünstädter auf Punktejagd. Während Lasse regelmäßig vier Geräte bestreitet, durfte Bruder Thore in dieser Saison sein Können noch nicht zur Schau stellen. Da Thore allerdings im Saisonverlauf nachgemeldet wurde und nicht davon auszugehen ist, dass dies zum Spaß geschehen ist, darf man sich im Hinterland vielleicht nochmals auf die Reckkünste des Kielers freuen. Wir sind gespannt – es wird ein Fest! KTV entführt die Punkte aus Oberhausen30. Oktober 2022 Mit einem guten Wettkampfdurchgang in Oberhausen gelingt der jungen Riege von der KTV Oberen Lahn der vierte Sieg. „Wir haben das Fehlen von Artur schon deutlich gemerkt. Die Mannschaft hat sich aber nicht hängen lassen, sondern einen wirklich guten Durchgang gezeigt und so konnten wir das kompensieren.“, ist Routinier Felix Weber mit dem Wettkampf zufrieden. Auch Vincent Brusch feierte nach langer Krankheit endlich seinen Einstand in die Saison. Während Artur Davtyan in Liverpool ein phänomenales Podiumstraining absolvierte, sorgte seine Mannschaft dafür, dass am letzten Wettkampftag in der Tabelle zumindest theoretisch sogar noch Platz zwei möglich ist. Die Biedenkopf Trainingsgruppe ergänzt durch einen glänzend aufgelegten Marcel Graf kompensierte dabei an Boden und Ringen den Start eines Gastturners. Andrey stellte sich am Sprung in den Dienst der Mannschaft und durfte seine phänomenale Scorebilanz auch hier weiter aufbessern. Koblenz einen Tick besser23. Oktober 2022 Ein wackeliger Start in den Wettkampf sorgte für eine rasche Führung für die KTV Koblenz. Die Obere Lahn wusste die Patzer der Koblenzer an Boden und Pferd nicht auszunutzen und antwortete mit zu vielen eigenen Fehlern. Ein wackeliger Ringedurchgang brachte keine Wende. Auch nach einem verpatzten Sprung von Artur Davtyan ließ die Mannschaft die Köpfe nicht hängen und brachte im Anschluss einen sauberen Barrendurchgang zustande. Am Reck dann die Steilvorlage von Angelo Schall mit nur sieben geturnten Teilen. Die Taktikabteilung kam in die Versuchung mit Andrey auf einen Zehner zu setzen. Seine 6,05 Punkte Differenz hätten wohl genau gereicht, um es noch ein wenig enger ausgehen zu lassen. Am Koblenzer Sieg hätte das vermutlich aber auch nichts mehr geändert – der Wettkampf wurde früher verloren. Gute Nerven behielten im letzten Duell Amine Abide und Sunny Joe Fiecker, die ihre Übungen beide durchbrachten. „Wir haben uns vor allem zu Beginn nicht gut präsentiert. Das muss nächste Woche wieder besser werden, wenn die Wettkämpfe gewonnen werden sollen. Koblenz hat Angriffsflächen präsentiert, die wir nicht genutzt haben. Deswegen setzt sich die Heimmannschaft verdient durch“, beschreibt Maik Wehn seine Sicht auf das Wettkampfgeschehen. |